Expeditionen mit Quanok

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Finnmarksløpet - das Rennen

Abenteuer NordnorwegenPosted by Georg Sichelschmidt 18 Mar, 2010 22:56:15
Am letzten Samstag war es nun endlich soweit. Um 11.07 wurde der Startschuss für meinem Musher Kjell Løken gegeben, in dessen Gespann auch zwei meiner Hunde liefen. Wir hatten uns die Hunde über den Winter aufgeteilt und jeder hatte ein festes Gespann, welches es trainiert hat. Daher habe ich natürlich zu diesen beiden Hunden (Mollis und Kauto) ein ganz besonderes Verhältnis.
Kurz vorher, um 11 Uhr hatte Kronprinz Hakon das 30. Finnmarksløpet eröffnet – seine Gemahlin Kronprinzessin Mette-Marit konnte leider wegen Halsverspannungen nicht kommen. Das schmälerte die Stimmung aber keineswegs und bei bestem Wetter wurden die Gespanne auf die große Reise geschickt.

Meine Aufgabe bei diesem Rennen war es, unser Auto zu fahren, denn den Handlerjob hat die Lebensabschnittsgefährtin vom Kjell übernommen. Ihre Aufgabe war es an den Check-Points dem Kjell so viel wie möglich und erlaubt ist an Arbeit abzunehmen, so dass er sich nur um seine Hunde und seinen Schlaf kümmern muss.

Wir sind nun nach dem Start gleich mit dem Auto über Karasjok nach Skoganvarre gefahren, wo sich der zweite Check-Point befand. Der erste in Jotka, wurde von allen Fahrern einfach durchfahren, da er nur 50 km entfernt ist. Skoganvarre liegt weitere 58 Kilometer entfernt. In Skoganvarre wird gut Stimmung gemacht mit Musik und Moderation. Es ist schon dunkel als die ersten Gespanne eintreffen. Dort sehe ich auch das erste Mal, wie schnell und effizient die richtig guten Fahrer arbeiten. Da wird keine Zeit verschwendet, den Hunden Stroh hingelegt, die Booties ausgezogen und Futter gemacht. Mein Musher kommt als 23. Rein. Dies soll damit auch seine beste Platzierung bleiben. Die Hunde sehen noch gut aus. Nach sechseinhalb Stunden Pause geht es wieder weiter. Diesmal nach Levajok an der finnischen Grenze. Die Temperatur zieht merklich an und ich beneide den Kjell nicht, der in der Nacht unterwegs ist und der Kälte, die fast -30° erreicht, ausgesetzt ist. Ich liege da schon in meinem warmen Schlafsack und warte in Levajok.
Gegen 10 Uhr trifft er ein und legt wieder eine längere Pause ein. Ich nütze die Zeit um mich umzuschauen, mit anderen Handlern zu reden und einen Kaffe nach dem anderen zu trinken. Der vorletzte Check-Point ist Karasjok, die Hauptstadt der Samen. Gegen 2 Uhr nachts kommt Kjell dort an. Wir müssen nun zwei Hunde aus seinem Gespann nehmen. Der eine Hund will nicht mehr Essen und der andere hat Verletzungen an den Pfoten, so dass es für ihn zur Qual wird zu laufen. Mit nur noch sechs Hunden geht es über Jergül, wo noch einmal eine große Pause von sieben Stunden eingelegt wird, weiter nach Alta. Als 42. von 48 Finishern kommt Kjell am Dienstagabend in Alta an. Die Hunde sind ziemlich fertig – ein Zeichen dafür, dass das Training in der Saison nicht so gut war und diese Strecke eine sehr große Beanspruchung war. Zwei von den sechs Hunden haben aber immer noch nicht genug und ziehen den Schlitten bis zum nahe gelegene Auto.

Alle weiteren Infos zum Rennen und zur Distanz über 1000 km gibt es unter: www.finnmarkslopet.no.
Hier gibt es die Resultate und hier die Statistik von Kjells Rennen.



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