Expeditionen mit Quanok

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Rückblick

Spitzbergen 2008Posted by Georg Sichelschmidt 23 May, 2008 10:25:01

Gerne möchte ich an dieser Stelle noch einmal einen ganz persönlichen Rückblick auf diese Expedition werfen.

Nach zwei Wochen sommerlichen Temperaturen kann man diese Expedition natürlich noch einmal etwas objektiver betrachten und bewerten.

Zu allererst war ich sehr beeindruckt von der Natur auf Spitsbergen. Die Berge, die Gletscher und die Fjorde ergeben eine Landschaft, die nie langweilig wurde. Daher war es immer spannend dort unterwegs zu sein. Auf dem Lomonosovfonna (Hochebene) hatten wir es einmal, dass man schon zwei Tage vorher gesehen hat, wohin man läuft. Dafür wurde man rechts und links des Weges mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

Dann war ich sehr beeindruckt von dem extrem wechselhaften Wetter. Teilweise war es so, dass wir morgens Sonnenschein und Windstille hatten, mittags liefen wir im White-Out und starkem Gegenwind umher und abends riss es wieder auf. So konnten wir in den ersten zehn Tagen nicht immer die Landschaft um uns herum genießen, sondern mussten uns stur nach Kompass/GPS voranarbeiten

Dies führte dann auch dazu, dass wir unser Ziel, Verlegenhuken, recht bald ad acta legen mussten. Denn ohne den passenden Wind konnten wir die Strecke nicht realisieren. Auch deshalb nicht, da es fast immer hoch und runter ging. Dies führte dazu, dass wir im Endeffekt „nur“ einen Schnitt von 20 km/Tag realisieren konnten.

Neben diesem doch recht forderndem Landschaftsprofil, führte die Kälte in den ersten zehn Tagen, kombiniert mit einem stetigen Gegenwind und einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit dazu, dass jeder Tag ein kleiner Kampf war. So konnte ich z.B. in meiner Jackentasche -10° C messen. Die Luftfeuchtigkeit führte gerade auch im Zelt dazu, dass es einem auch im Schlaf andauernd ins Gesicht geschneit hat bzw. dass alles im Zelt nass war. Und Feuchtigkeit ist ein großes Problem bei Kälte.

Die andauernd scheinende Sonne konnte uns erst in der letzten Woche zur Hilfe kommen. Ab da war die Expedition wirklich sehr entspannt. Auch deshalb, da es nur noch zurück ging und wir uns sicher waren, die Strecke entspannt realisieren zu können.

Für mich war die Expedition ein Erfolg. Auch wenn wir Verlegenhuken nicht erreicht haben, so konnten wir zumindest den Newtontoppen besteigen und auch eine der nördlichsten Inseln unserer Welt bereisen.

Es wird bestimmt nicht meine letzte Reise nach Spitsbergen gewesen sein.

Viele Grüße

Georg

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