Expeditionen mit Quanok

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Erster Schnee und erstes Training

Abenteuer NordnorwegenPosted by Georg Sichelschmidt 12 Dec, 2009 22:02:53
Erst letzte Woche hat es endlich geschneit. Für ganz Nordnorwegen recht spät in diesem Jahr. Ca. 20 cm Schnee fielen an einem Tag. Und das wars dann auch schon wieder. Aber zumindest war es soviel, dass man nun endlich daran denken konnte mit den Schlitten zu trainieren.

Ohne Schnee müssen die Hunde natürlich auch bewegt werden. Dafür setzen wir hier ein Quad ein. Der Vorteil des Quads ist, dass man sehr viele Hunde (wir haben mit 14 trainiert) davor spannen kann und man hat immer noch ausreichend Kontrolle (wegen des Gewichts des Fahrzeuges) und man kann die Geschwindigkeit unabhängig von den landschaftlichen Begebenheiten steuern. Denn Huskys für den Renneinsatz sollen eine mittlere Geschwindigkeit über einen langen Zeitraum laufen können. Im Gegensatz zu Hunden, die schwere Lasten ziehen sollen. Die werden ganz anders trainiert.

Da der Schnee leider nicht so üppig gefallen ist, müssen wir mit den Hunden in das Reisadalen fahren. Dort liegt etwas mehr Schnee und es ist dort auch etwas kälter.

Am ersten Tag starte ich mit acht Hunden, Kjell mit zehn. Und das ist auch ganz gut so, denn die Piste ist buckelhart und der Schlitten wird ziemlich schnell. Ich bin zwar schon weit über tausend Kilometer mit dem Hundeschlitten gefahren, aber ich muss mich natürlich auch wieder daran gewöhnen. Es geht durch einen Wald mit rechtwinkligen Abzweigungen und das alles in voller Fahrt. Ich muss mich gut konzentrieren um nicht mit dem Schlitten einen Unfall zu bauen. Erst nach einer dreiviertel Stunde erreichen wir offenes Gelände und zumindest für einen kurzen Moment geht es ruhiger vorwärts. Nach kaum zwei Stunden sind wir wieder am Auto und haben in dieser Zeit weit über 20 Kilometer zurück gelegt.

Kjell will am nächsten Tag mit 12 Hunden fahren, da kan ich mich natürlich nicht Lumpen lassen und fahre ab diesem Tag mit zehn Hunden. Das geht alles ganz gut. Wir trainieren nun fast täglich und schrauben die Distanz auf bis zu 50 Kilometer hoch. Die Hunde laufen gut und sind auch nach dieser Strecke immer noch so heiß, dass sie kaum zu zügeln sind.

Die Schneebedingungen lassen nun aber keine weitere Steigerung der Strecke zu, so dass wir hoffen, nun bald mehr Schnee zu bekommen.

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