Expeditionen mit Quanok

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Expeditionsblog

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Expeditionsbericht zur Skitour Nordkap

Abenteuer NordnorwegenPosted by Georg Sichelschmidt 26 May, 2010 15:17:12
Endlich habe ich geschafft, unsere Erlebnisse auf der Skitour vom Reisadalen zum Nordkap im April 2010 zu einem kleinen Bericht zusammen zu schreiben.

Hier geht es zum Bericht.



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Naturvandring.no

Abenteuer NordnorwegenPosted by Georg Sichelschmidt 20 Mar, 2010 10:00:20
Seit einigen Wochen gibt es für die Region Nord-Troms eine neue Website - www.naturvandring.no, die für alle Outdoor Interessierten viele interessante Informationen enthält.

Die Idee dabei ist, alle nötigen Informationen für Wanderungen, Skitouren, Kanu- und Kajaktouren, Kletter- und Bergtouren, Reitwege sowie Scooterwege zu sammeln und als Information für alle anzubieten.

Bisher gibt es viele Informationen und interessante Links, aber nur wenige Tourenvorschläge. Dies soll sich aber mit der Zeit ändern.

Herzstück der Website sind aber die Routenvorschläge, mit Wegbeschreibung, Höhenprofil und Fotos. Weiterhin sind die Routen mit einer webbasierten Tourenkarte verlinkt, die es einem ermöglicht, schon zu Hause am Rechner die Tour zu planen, mit einer 3D Ansicht abzufliegen und auch die Koordinaten für die jeweilige Tour auf ein GPS Gerät zu speichern.

Meiner Meinung nach eine ser interessante Seite mit vielen nützlichen Informationen und durch die Verlinkung auf die digitale Karte gerade für GPS Anwender extrem hilfreich.



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Finnmarksløpet - das Rennen

Abenteuer NordnorwegenPosted by Georg Sichelschmidt 18 Mar, 2010 22:56:15
Am letzten Samstag war es nun endlich soweit. Um 11.07 wurde der Startschuss für meinem Musher Kjell Løken gegeben, in dessen Gespann auch zwei meiner Hunde liefen. Wir hatten uns die Hunde über den Winter aufgeteilt und jeder hatte ein festes Gespann, welches es trainiert hat. Daher habe ich natürlich zu diesen beiden Hunden (Mollis und Kauto) ein ganz besonderes Verhältnis.
Kurz vorher, um 11 Uhr hatte Kronprinz Hakon das 30. Finnmarksløpet eröffnet – seine Gemahlin Kronprinzessin Mette-Marit konnte leider wegen Halsverspannungen nicht kommen. Das schmälerte die Stimmung aber keineswegs und bei bestem Wetter wurden die Gespanne auf die große Reise geschickt.

Meine Aufgabe bei diesem Rennen war es, unser Auto zu fahren, denn den Handlerjob hat die Lebensabschnittsgefährtin vom Kjell übernommen. Ihre Aufgabe war es an den Check-Points dem Kjell so viel wie möglich und erlaubt ist an Arbeit abzunehmen, so dass er sich nur um seine Hunde und seinen Schlaf kümmern muss.

Wir sind nun nach dem Start gleich mit dem Auto über Karasjok nach Skoganvarre gefahren, wo sich der zweite Check-Point befand. Der erste in Jotka, wurde von allen Fahrern einfach durchfahren, da er nur 50 km entfernt ist. Skoganvarre liegt weitere 58 Kilometer entfernt. In Skoganvarre wird gut Stimmung gemacht mit Musik und Moderation. Es ist schon dunkel als die ersten Gespanne eintreffen. Dort sehe ich auch das erste Mal, wie schnell und effizient die richtig guten Fahrer arbeiten. Da wird keine Zeit verschwendet, den Hunden Stroh hingelegt, die Booties ausgezogen und Futter gemacht. Mein Musher kommt als 23. Rein. Dies soll damit auch seine beste Platzierung bleiben. Die Hunde sehen noch gut aus. Nach sechseinhalb Stunden Pause geht es wieder weiter. Diesmal nach Levajok an der finnischen Grenze. Die Temperatur zieht merklich an und ich beneide den Kjell nicht, der in der Nacht unterwegs ist und der Kälte, die fast -30° erreicht, ausgesetzt ist. Ich liege da schon in meinem warmen Schlafsack und warte in Levajok.
Gegen 10 Uhr trifft er ein und legt wieder eine längere Pause ein. Ich nütze die Zeit um mich umzuschauen, mit anderen Handlern zu reden und einen Kaffe nach dem anderen zu trinken. Der vorletzte Check-Point ist Karasjok, die Hauptstadt der Samen. Gegen 2 Uhr nachts kommt Kjell dort an. Wir müssen nun zwei Hunde aus seinem Gespann nehmen. Der eine Hund will nicht mehr Essen und der andere hat Verletzungen an den Pfoten, so dass es für ihn zur Qual wird zu laufen. Mit nur noch sechs Hunden geht es über Jergül, wo noch einmal eine große Pause von sieben Stunden eingelegt wird, weiter nach Alta. Als 42. von 48 Finishern kommt Kjell am Dienstagabend in Alta an. Die Hunde sind ziemlich fertig – ein Zeichen dafür, dass das Training in der Saison nicht so gut war und diese Strecke eine sehr große Beanspruchung war. Zwei von den sechs Hunden haben aber immer noch nicht genug und ziehen den Schlitten bis zum nahe gelegene Auto.

Alle weiteren Infos zum Rennen und zur Distanz über 1000 km gibt es unter: www.finnmarkslopet.no.
Hier gibt es die Resultate und hier die Statistik von Kjells Rennen.



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Das Finnmarksløpet

Abenteuer NordnorwegenPosted by Georg Sichelschmidt 05 Mar, 2010 21:11:15

Wenn man jemand in Deutschland fragt, ob er das Finnmarksløpet kennt, wird man in der Regel ein Kopfschütteln ernten. Vielleicht hat jemand schon einmal vom Iditarod gehört oder vom Yukon Quest – aber Finmarksløpet, nein!

Ganz anders ist dies in Norwegen. Zum einen gibt es hier pro Einwohner verhältnismäßig viele Besitzer von Schlittenhunden und auch das Thema Outdoor (auf norwegisch „Friluftsliv“) ist sehr populär und es ist üblich das Wochenende draußen zu verbringen.

Seit den letzten Jahren wird das Finnmarksløpet sogar im Fernsehen übertragen und dieses Jahr, zum 30. Jubiläum, wird Kronprinz Hakon und Kronprinzessin Mette-Marit das Rennen eröffnen.

In ziemlich genau einer Woche (13. März) ist es nun endlich so weit. Über 170 Teilnehmer aus vielen Ländern mit mehr als 1500 Hunden werden am Start in Alta stehen und gespannt sein, ob sich das monatelange Training nun auszahlen wird.

Auch ich arbeite dafür seit Monaten und trainiere fast täglich unsere Hunde für dieses große Ereignis. Ich habe mich dagegen entschieden selber zu starten, da ich mit den Hunden noch nicht so vertraut war und solch ein Rennen auch eine ziemliche hohe finanzielle Belastung darstellt, die ich mir so kurz nach meiner Auswanderung nach Norwegen nicht aufbürden wollte.

Als Handler (Helfer) werde ich aber dabei sein und von Check-Point zu Check-Point fahren um dem Kjell bei seinem Rennen zu unterstützen. Kjell, mein aktueller Arbeitsgeber, hat sich für dieses Jahr die kurze Distanz über 500 Kilometer vorgenommen, da er hauptsächlich junge Hunde hat, die kaum älter als zwei Jahre sind. Die müssen sich erst einmal an die langen Etappen gewöhnen, lernen ihre Kräfte einzuteilen und schnell wieder zu regenerieren.

Das Hauptrennen wird über 1000 Kilometer gehen. Ausgehend von Alta werden die Gespanne bis nach Kirkenes an der russischen Grenze fahren. Nach circa 5 Tagen werden die ersten Gespanne wieder in Alta erwartet. Die Gespanne auf der 500 Kilometer Runde werden nach nicht einmal zwei Tagen wieder in Alta eintreffen.

Anfang dieser Woche bin ich selber die letzte Etappe als Training gefahren. Von Alta aus sind wir nach Jergul gefahren (85 Kilometer in 6 Stunden) und nach einer Pause von sechs Stunden wieder zurück. Diesmal haben wir circa acht Stunden gebraucht. Bei dieser Trainingstour konnten wir gut erkennen, welche Hunde trotz dieser langen Distanz von 170 Kilometern immer noch fit und motiviert waren und welche nicht. Auf Grundlage dieses Trainings wird nun das Gespann zusammen gestellt, welches im 500 Kilometer Rennen nicht mehr als acht Hunde umfassen darf.

Wer das Rennen im Auge behalten möchte, kann dies sehr gut über die Homepage www.finnmarkslopet.no verfolgen. Es gibt dort ein Live Tracking mit dem man immer sehen kann, wer sich wo befindet.

Außerdem ist es möglich über das norwegische Fernsehen (www.nrk.no) Live-Berichte vom Rennen sich anzuschauen – zwar nur auf norwegisch, aber die Bilder sprechen ja häufig für sich.

Hier gibt es aktuell noch ein Video vom Rennen 2009 - auch in Englisch.

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Skitouren im Reisadalen

Abenteuer NordnorwegenPosted by Georg Sichelschmidt 21 Feb, 2010 20:46:19
Zugegebenermaßen trainiere ich nicht den ganzen und nicht jeden Tag die Huskys. Daneben bleibt immer mal wieder Zeit um auch auf Skiern unterwegs zu sein.

Da jetzt die Sonne auch schon länger scheint, kann ich auch längere Touren machen, ohne am Ende auf die Stirnlampe zurückgreifen zu müssen.

Im Reisadalen gibt es eine beleuchtete Skiloipe, die - perfekt präpariert - aber nur zum Training gedacht ist. Alle anderen Ausflüge muss man selber anhand einer Karte planen und sich dann selber zurecht finden. So ist das halt in Nordnorwegen!

Direkt vor meiner Haustür liegt das Rungadalen, welches ich meistens als Ausgangspunkt nutze. Unser Hundeschlitten- Trainingstrail geht dort auch lang und sorgt erst einmal für flottes vorwärts kommen. Unterwegs gibt es eine kleine Hütte und etwas weiter weg auch eine Gamme. Eine Gamme ist so etwas wie ein großes Zelt: viele dünne Baumstämme sind das Grundgerüst, auf denen eine Plane liegt. Außen wird dies dann alles mit Moos und Flechten abgedeckt. Ein kleiner Ofen gibt Wärme und Gemütlichkeit.

Ab da geht es immer höher und bald hat man die Baumgrenze, die hier bei ca. 350 Meter kriegt, erreicht. Der Schnee wird härter und das Vorankommen einfacher. Bei schönem Wetter hat man nun einen wunderbaren Ausblick auf das Küstengebirge, die Fjorde und die steilen Berge der vor gelagerten Inseln.

Hier ein paar Bilder:



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Ein Gruß an die Sonne

Abenteuer NordnorwegenPosted by Georg Sichelschmidt 31 Jan, 2010 13:32:33

Das heutige Training im Reisadalen war etwas ganz Besonderes. Denn ich habe seit November das erste Mal wieder die Sonne gesehen!
Die letzten Tage hat sich dies schon angekündigt, denn bei gutem Wetter wurden die Bergspitzen im Norden von der Sonne angestrahlt und im Süden wurde der Horizont immer heller.

Bis die Sonne aber mein Zuhause erreicht, dauert es noch drei Wochen, da wir in einem Tal wohnen.

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Erste Reiseangebote erschienen

Abenteuer NordnorwegenPosted by Georg Sichelschmidt 30 Jan, 2010 09:49:53

Seit dieser Woche gibt es nun auch drei Reisen die ich hier im Reisadalen organisieren werde. Besonders daran ist, dass es sich immer um sehr kleine Grupen handelt. Daher können eigene Ideen und Vorstellungen meiner Gäste mit in die Ausgestaltung der Reise einbezogen werden.

Nordreisa Aktiv-Woche

In dieser Woche werden wir auf Skiern und mit dem Hundeschlitten das Reisadalen kennen lernen. Ausgehend von einer gemütlichen, typisch norwegischen Hütte werden wir Halb- und Tagestouren unternehmen. Dazwischen bleibt immer ausreichend Zeit um auch einmal selbstständig unterwegs zu sein, oder um sich beim Eisangeln zu probieren.

Diese Woche ist insbesondere auch für Gruppen geeignet, die eine speziell auf sich zugeschnittene Winter-Aktiv Woche suchen bzw. auch für Familien.


Huskytour Reisadalen - Finnmark

Das besondere dieser Hundeschlittentour ist, dass nur zwei Gäste daran teilnehmen können. Sie können daher eigene Pläne und Ideen mit einbringen. Zusammen erarbeiten wir dann eine mögliche Tour durch das Reisadalen und auf die Weite der Finnmarksvidda.


Skiexpedition Nordkap

Auf dieser 20-tägigen Skitour vom Reisadalen bis zum nördlichsten Punkt Europas, durchqueren wir die ganze Finnmarksvidda, die Heimat der Samen und Tausender Rentiere.

Dies ist eine sehr anspruchvolle Tour für gut Skiläufer, da wir bis zu 18 Tage unterwegs sein werden, meistens im Zelt übernachten und unsere ganze Ausrüstung in der Pulka hinter uns herziehen. Alle Anstrengungen werden aber belohnt durch die herbe Schönheit der Finnmarksvidda und dem Kontrast zum Polarmeer, wenn wir zum Nordkap gelangen.

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Erstes Training auf der Finnmarksvidda

Abenteuer NordnorwegenPosted by Georg Sichelschmidt 20 Jan, 2010 14:12:54

Eigentlich ist es in Norwegen verboten mit dem Scooter im Winter unterwegs zu sein. Ausgenommen davon ist nur privates Gelände und einige wenige markierte Strecken. Das ist, wie ich finde, auch sehr angenehm. Denn Scooter hört man schon von weitem und man riecht ihre Abgase noch lange obwohl sie schon wieder verschwunden sind. Die wenigen Scooter die man trifft, gehören meistens den Samen die nach ihren Rentieren Ausschau halten.

Hier in Nordnorwegen ist dies etwas anders. Als man in Norwegen das uneingeschränkte Scooterfahren verbot, konnte man dies im Norden so nicht ganz durchsetzen. Daher gibt es hier viele Scootertrails, die die ganze Finnmark durchziehen. So kann man zum Beispiel aus dem Reisadalen bis nach Finnland und Kautokeino mit dem Scooter fahren.

Wir nützen diese Scootertrails als Trainingsstrecken. Denn im Gegensatz zu Tourenhunden, sollen unsere Rennhunde ein recht hohes Tempo über einen langen Zeitraum durchhalten. Und dies geht nur auf gespurten Trails, denn querfeldein muss man in der Regel erst einen Trail machen und dies verlangsamt das Tempo der Hunde enorm.

So sind wir also gestern von Gapherus aus gestartet. Zuerst folgt der Trail einem Weg, der sich in Serpentinen den Talkessel empor windet. Nach 300 Höhenmetern verlassen wir langsam das bewaldete Tal. Nach und nach flacht das Gelände ab. Rechterhand lassen wir eine Sammelstelle der Samen liegen und erreichen nach einer Stunde das Plateau der Finnmark. Vor mir erstreckt sich eine hügelige Landschaft und der Horizont leuchtet in zarten Orangen. Im Süden ist es sogar so hell, dass ich meine, gleich die Sonne zu sehen. Dies müsste auch bald möglich sein, denn gestern wurde in Tromsø das erste Mal wieder die Sonne gesehen. Da ich noch etwas weiter nördlich lebe dauert es hier noch ein wenig, aber bald müsste es soweit sein.

Nach zwei Stunden Fahrt drehen wir um und fahren wieder zurück. In den knapp vier Stunden sind wir ca. 50 Kilometer weit gefahren und ich bin zufrieden mit den Hunden.


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Schlittenbruch

Abenteuer NordnorwegenPosted by Georg Sichelschmidt 11 Jan, 2010 21:55:40

Seit einigen Tagen trainieren wir nun schon von zu Hause aus. Es liegt genügend Schnee, so dass wir aus dem Hof in die Berge starten können. Dies ist natürlich sehr praktisch, da wir dadurch viel Zeit sparen. Denn das Ein- und Ausladen der Hunde ins Auto das Fahren kostet doch immer wieder jede Menge Zeit.

Für mich ist es auch immer wieder sehr schön woanders unterwegs zu sein, denn so lerne ich am Besten die Umgebung kennen.

Unsere Trainingsstrecke geht jetzt in das Rongadalen und nach einem kurzen Schlenker über die E6 auf die Halbinsel Reasnjarga. Die Strecke auf der Insel ist nicht gerade einfach, denn es geht andauernd hoch und runter und es geht viel durch den Wald. Der Vorteil dabei ist, dass man dadurch immer in Bewegung bleibt und es einem nicht kalt wird.

Vorgestern wurde es uns ganz besonders warm, denn zuerst stoppte Kjells Leithund bei schneller Fahrt und sorgte für viel Trubel im Gespann, denn die meisten Leinen waren durcheinander geraten. Auch meine Hunde meinten daraufhin für noch mehr Unterhaltung zu sorgen und bekämpften sich untereinander – was sie eigentlich sonst nie tun. Nach dem das nun endlich geklärt war, ging es weiter. Ich musste aber kurz danach anhalten, denn nicht alle Leinen waren in Ordnung. Ich sicherte meinen Schlitten an einem Baum mit dem Anker, der sich aber löste und ich konnte den Schlitten gerade noch so festhalten, wurde dafür aber 100 Meter durch den Schnee gezogen und verlor dabei Mütze, Handschuhe und Lampe.

Schnell wollte ich meine Siebensachen wieder zusammensammeln und übergab Kjell mein Gespann. Just in diesem Moment löste sich bei ihm der Anker und sein Schlitten fuhr alleine davon. Aber nicht weit, denn nach kurzer Zeit hörten wir ein hässliches Geräusch und der Schlitten stoppte abrupt. Das Ergebnis war ein Schlitten, der nur noch halb so lang war. Zum Glück konnten wir aber weiterfahren. Da die Schlitten selber gebaut sind, konnten wir am Nachmittag dann aber alles reparieren und am nächsten Tag ging das Training dann schon wieder weiter.


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Ein wunderschönes neues Jahr!

Abenteuer NordnorwegenPosted by Georg Sichelschmidt 01 Jan, 2010 14:13:23
Hiermit wünsche ich allen Lesern ein schönes und erfolgreiches neues Jahr!

Etwas ruhiger als sonst, verlief mein Neujahrsfest diesmal. Neben einem leckeren Essen interessanten Gesprächen mit Freunden war aber das Wetter ein Highlight. Denn ein wolkenfreier Himmel und der helle Vollmond sorgten dafür, dass die Berge um uns herum in einem ganz besonderen Licht erstrahlten. Und es war dadurch so hell, dass man die Stirnlampe draußen fast nicht brauchte.

Dieses Foto stammt nun von heute und zeigt den Mond, der in westlicher Richtung über dem Fjord steht und die Landschaft so hell erleuchtet, dass ich sogar ein nicht verwackeltes Foto ohne Stativ machen konnte.

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Erster Ausflug auf das Hochplateau

Abenteuer NordnorwegenPosted by Georg Sichelschmidt 17 Dec, 2009 10:27:37
Da wir leider immer noch nicht ausreichend Schnee haben um direkt vom Hof aus trainieren zu können, haben wir gestern die Hunde mal wieder in das Auto gepackt und sind 35 km auf der E6 Richtung Norden gefahren. Dort muss man über einen kleinen Pass - dem Kvaenangenfjell. Hier haben wir das Auto abgestellt und haben von dort unser Training gestartet. Denn hier liegt ausreichend Schnee um gut trainieren zu können.

Die Gegend ist einmalig! Wir starten ca. 400 Meter über dem Meer in eine verschneite Gebirgslandschaft. Die Dämmerung der Polarnacht hüllt die Landschaft in ein ganz besonderes diffuses und vielfältiges Licht. Und wenn man sich umschaut, kann man das offene Wasser des Nordatlantiks sehen und die Lichter der vereinzelten Häuser am Ufer.

Nach einer Stunde Fahrt wird es auch schon wieder Dunkel. Wir packen nun die Stirnlampen aus um bei schwierigeren Abschnitten eine bessere Sicht zu haben. Aber meistens kann man ohne Licht fahren, denn der Weg ist durch eine Spur vorgegeben. Nach über zwei Stunden Training und 30 Kilometern kommen wir wieder zurück. Das erste Mal sind die Hunde still - ein Zeichen dafür, dass sie ausgepowert sind. Dies ist dem Gelände geschuldet, welches viel mehr Höhenmeter aufweist, als unser bisheriges Trainingsgelände.

Für die nächsten Tage wird dies unser bevorzugtes Trainingsgebiet sein, bis wir auch auf Meereshöhe mehr Schnee bekommen.

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Erster Schnee und erstes Training

Abenteuer NordnorwegenPosted by Georg Sichelschmidt 12 Dec, 2009 22:02:53
Erst letzte Woche hat es endlich geschneit. Für ganz Nordnorwegen recht spät in diesem Jahr. Ca. 20 cm Schnee fielen an einem Tag. Und das wars dann auch schon wieder. Aber zumindest war es soviel, dass man nun endlich daran denken konnte mit den Schlitten zu trainieren.

Ohne Schnee müssen die Hunde natürlich auch bewegt werden. Dafür setzen wir hier ein Quad ein. Der Vorteil des Quads ist, dass man sehr viele Hunde (wir haben mit 14 trainiert) davor spannen kann und man hat immer noch ausreichend Kontrolle (wegen des Gewichts des Fahrzeuges) und man kann die Geschwindigkeit unabhängig von den landschaftlichen Begebenheiten steuern. Denn Huskys für den Renneinsatz sollen eine mittlere Geschwindigkeit über einen langen Zeitraum laufen können. Im Gegensatz zu Hunden, die schwere Lasten ziehen sollen. Die werden ganz anders trainiert.

Da der Schnee leider nicht so üppig gefallen ist, müssen wir mit den Hunden in das Reisadalen fahren. Dort liegt etwas mehr Schnee und es ist dort auch etwas kälter.

Am ersten Tag starte ich mit acht Hunden, Kjell mit zehn. Und das ist auch ganz gut so, denn die Piste ist buckelhart und der Schlitten wird ziemlich schnell. Ich bin zwar schon weit über tausend Kilometer mit dem Hundeschlitten gefahren, aber ich muss mich natürlich auch wieder daran gewöhnen. Es geht durch einen Wald mit rechtwinkligen Abzweigungen und das alles in voller Fahrt. Ich muss mich gut konzentrieren um nicht mit dem Schlitten einen Unfall zu bauen. Erst nach einer dreiviertel Stunde erreichen wir offenes Gelände und zumindest für einen kurzen Moment geht es ruhiger vorwärts. Nach kaum zwei Stunden sind wir wieder am Auto und haben in dieser Zeit weit über 20 Kilometer zurück gelegt.

Kjell will am nächsten Tag mit 12 Hunden fahren, da kan ich mich natürlich nicht Lumpen lassen und fahre ab diesem Tag mit zehn Hunden. Das geht alles ganz gut. Wir trainieren nun fast täglich und schrauben die Distanz auf bis zu 50 Kilometer hoch. Die Hunde laufen gut und sind auch nach dieser Strecke immer noch so heiß, dass sie kaum zu zügeln sind.

Die Schneebedingungen lassen nun aber keine weitere Steigerung der Strecke zu, so dass wir hoffen, nun bald mehr Schnee zu bekommen.

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Nordnorwegen - eine Reise in den Schnee

Abenteuer NordnorwegenPosted by Georg Sichelschmidt 05 Dec, 2009 19:15:20

Nachdem ich aus Südamerika zurück nach Deutschland gekommen bin, musste ich gleich wieder die Koffer packen, denn meine Entscheidung stand fest, dass ich die nächste Zeit meines Lebens in Norwegen verbringen werde.
Dies war im Grunde ein logischer Schritt, denn seit über zehn Jahren fahre ich jedes Jahr nach Norwegen um dort privat Urlaub zu machen, oder um dort für Quanok Touren zu leiten.

Nach einer sehr langen Autofahrt durch Schweden und Finnland habe ich vor ca. zwei Wochen meine Heimat für die nächsten Monate oder Jahre erreicht. Storslett liegt in der Kommune Nordreise, ca. 130 km nördlich von Tromsø. Durch Storslett fließt die Reisa und mündet hier in den Reisafjord. Die Landschaft ist gekennzeichnet durch steile Berge, das große Reisadalen und die vielen Inseln - so man denn etwas sieht. Denn aktuell schafft es die Sonne nicht mehr über den Horizont (Polarnacht) und so kann man nur in der Zeit zwischen 10 und 13 Uhr ohne Stirnlampe draußen unterwegs sein.

Dafür wird man aber mit ganz besonderen Lichtstimmungen belohnt, die es so nur in der Polarnacht zu sehen gibt. Ganz besonders eindrucksvoll ist natürlich auch das Polarlicht, welches ich bisher einmal erleben durfte. Dieses abzulichten, bedarf es aber einer etwas aufwendigeren Technik, die mir aktuell nicht zur Verfügung steht.

Ich lebe nun in einer kleinen typisch norwegischen Hütte. Dies wird über den Winter mein Zuhause sein. Ich bin nach Norwegen gekommen um hier Huskys zu trainieren.

Kjell Løken, mein „Arbeitgeber“, besitzt 28 Alaskan Huskys und möchte unbedingt Mitte März an dem Finnmarksløpet teilnehmen.

Das Finnmarksløpet ist ein Schlittenhunderennen über 500 bzw. 1000 Kilometern über die Finnmark in Nordnorwegen. Da er recht viele junge Hunde hat, möchte er dieses Jahr die kürzere Variante fahren um den Hunden die Möglichkeit zu geben, sich an die besondere Herausforderung zu gewöhnen.

Meine Aufgabe wird es nun bis März sein, die Hunde für dieses Rennen zu trainieren. Erfahrung habe ich darin, denn schon vor über zehn Jahren habe ich etwas weiter südlich auf einer Huskyfarm gearbeitet und dort einen Winter lang die Hunde auf die Tourensaison vorbereitet.

Wie das Training so läuft und was ich sonst noch erlebt habe, kannst Du im nächsten Blogeintrag lesen.

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